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Wozu "Zertifizierter Passivhausplaner" werden?

Dass Neubauten heute so entworfen werden können, dass sie nur noch einen kleinen Bruchteil der Energie verbrauchen, wie es bisher üblich war – das muss nicht mehr bewiesen werden. Inzwischen gibt es europaweit mehr als 10.000 Passivhäuser. Gebäude, deren Heizenergiebedarf etwa nur ein Zehntel im Vergleich zum durchschnittlichen Altbau beträgt.

Die Qualitätsanforderungen an den Passivhaus-Standard liegen seit langem fest. Alle diesbezüglichen Anforderungen sind publiziert und im Internet frei zugänglich. Darüber hinaus gibt es Planungs-Hilfsmittel wie das Passivhaus Projektierungspaket, das über das Passivhaus-Institut Darmstadt zu beziehen ist.

All das ersetzt den entwerfenden Architekten nicht – es macht ihm nur das Leben leichter. Alles, was Planer und Entwerfer darüber hinaus brauchen, ist das zugehörige fundierte Fachwissen.

Wie gelangt man an das Wissen und kann sich zertifizieren lassen?

Wissen und die Fertigkeit hierfür kann jeder Planer und Architekt erwerben, beispielsweise in einem Planerkurs. Am Ende des Kurses muss eine schriftliche Prüfung abgelegt werden.

Die Lehrinhalte können Sie dem Lernzielkatalog entnehmen, die Einzelheiten Prüfung stehen in der Prüfungsordnung.

Das Zertifikat zeigt dem Bauherren, dass sein Planer bzw. Berater Wissen und Erfahrungen für die Planung von Passivhäusern erworben hat.

Um die Suche nach zertifizierten Passivhausplanern zu erleichtern, wird man für die Dauer von fünf Jahren in die Liste der Zertifizierten PassivhausPlaner eingetragen. Wenigstens einmal innerhalb von drei Jahren muss das Zertifikat durch Vorlage eines einschlägigen Projektes erneuert werden.